Wir stehen Ihnen auf den unterschiedlichen Stationen Ihres Lebens mit Rat und Tat zur Seite.

 

Medizinische Bedürfnisse können so verschieden sein, wie das Leben selbst.

 
Almut Eberhard
 
GYNÄKOLOGIE

Im Folgenden geben wir Ihnen eine Übersicht über die angebotenen Leistungen rund um das Thema Frauengesundheit. 

 

Neben den modernen schulmedizinischen Verfahren kommen auf Wunsch auch naturheilkundliche Verfahren und Homöopathie zum Einsatz.

Ergänzt wird das Leistungsspektrum durch eine Expertin für sexualtherapeutische Beratung.

 
 
KREBSVORSORGE

Damit Krebserkrankungen und deren Vorstufen möglichst früh erkannt werden, bieten die gesetzlichen Krankenkassen sogenannte Früherkennungsuntersuchungen an. Diese gelten für alle Frauen ab dem 20. Lebensjahr und sind gruppiert nach verschiedenen Altersklassen.

Frauen ab dem 20. Lebensjahr können einmal jährlich eine Untersuchung zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs (so genannter „Pap-Test“, siehe unten) durchführen lassen. Wegen besserer Beurteilbarkeit sollte dieser Abstrich möglichst nach der Regel erfolgen.

Außerdem erfolgt eine Inspektion der äußeren Genitalien und die gynäkologische Tastuntersuchung, bei welcher Veränderungen von Gebärmutter und Eierstöcke ausgeschlossen werden können.

 

Ab dem 30. Lebensjahr wird zusätzlich eine Tastuntersuchung beider Brüste vorgenommen.

 

Ab dem Alter von 50 Jahren kann eine Untersuchung des Enddarms als Früherkennung für Darmkrebs erfolgen. Dabei handelt es sich um die Tastuntersuchung des Rektums und die Durchführung von Stuhlproben auf verstecktes Blut (so genannter Okkultbluttest). 

Mit dem 55. Lebensjahr wird zur Früherkennung von Darmkrebs zusätzlich eine Spiegelung des Darms (so genannte Koloskopie) angeboten.

 

Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren haben die Möglichkeit, an einer Mammographie-Reihenuntersuchung (so genanntes Mammographie-Screening) teilzunehmen. Diese Untersuchung wird alle 2 Jahre in speziell dafür eingerichteten Praxen durchgeführt. Näheres dazu siehe Mammographie Screening.

 

Bedeutung des Pap-Tests (eingeführt von George Papanicolaou)

Bei dieser Untersuchung werden vom äußeren und inneren Muttermund mittels eines Watteträgers, bzw. einer kleinen Bürste Zellen entnommen, die auf einem Objektträger ausgestrichen werden. Diese Proben werden dann in einem speziellen Labor auf Entzündungen und Zellveränderungen (möglicherweise Vorstufen von Krebszellen) untersucht. Abhängig von den Merkmalen dieser Zellen werden fünf Befundgruppen unterschieden:

Eine Tabelle mit Pap-Einteilungen mit Links zu den Begriffen Konisation/Biopsie finden Sie hier: zur Tabelle hier klicken

 

Die Treffsicherheit des Pap-Tests liegt bei 80-90%. Er sollte in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.

Patienteninformation:

https://www.bvf.de/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=901&token=a347be63d656394d3f33cf72d01914b8d24e5911

 
Erweiterte Krebsvorsorge

Die erweiterte Krebsvorsorge beinhaltet Untersuchungen, die nicht von der gesetzlichen Kasse übernommen werden (sogenannte „Igel“ =Individuelle Gesundheits Leistungen). Darunter fallen z.B. die Ultraschalluntersuchungen von Gebärmutter und Eierstöcke und der Brust.

 

Bei der Ultraschalluntersuchung von Gebärmutter und Eierstöcke werden mittels einer vaginalen Sonde die Lage, die Größe und die Form dieser Organe untersucht. Damit können Veränderungen wie z.B. Zysten, Polypen und Myome (siehe unten bei Erkrankungen) schon im Frühstadium erkannt werden.

 

Die Ultraschalluntersuchung der Brust erlaubt das Sichtbarmachen von nicht zu tastenden Knoten. Diese können dann auf Grund bestimmter Kriterien hinsichtlich ihres Krebsrisikos beurteilt werden. Zur Verlaufsbeobachtung von bestimmten Veränderungen werden Größe und Form genau dokumentiert.

InfoBeitrag NDR Fernsehen “VISITE” im März 2014 zum Thema Brustultraschall:

http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/krebs/ultraschall159.html

Berechnen Sie ihr Risiko an Brustkrebs zu erkranken: zum Rechner

 
HPV-Abstrich

Infektionen mit Humane-Papillom-Viren (Warzenviren) gehören zu den häufigsten Erkrankungen, die über den Geschlechtsverkehr übertragen werden. Mittlerweile kennt man ca. 100 verschiedene Typen, die in low-risk und high-risk Typen unterschieden werden. Low-risk Typen verursachen die sogenannten Feigwarzen (Kondylome), die in vielen Fällen spontan verheilen, jedoch auch spezielle Therapien, u.a. auch Operationen erforderlich machen. High-risk Typen, die über einen mehrere Jahre persistieren, sind mitverantwortlich für das Entstehen von Zellveränderungen an Muttermund, Vulva und Anus.

Der HPV-Abstrich ist insbesondere dann sinnvoll, wenn auffällige Pap- Befunde vorliegen. Damit lässt sich die Prognose von Zellveränderungen besser einschätzen.

 

Ein negatives Testergebnis (=keine Viren vorhanden) bedeutet, dass das Risiko sehr gering ist, in den nächsten Jahren an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.

Siehe auch Link Frauenärzte im Netz
Siehe auch unter Impfung

 
EMPFÄNGNISVERHÜTUNG

Die Wahl eines geeigneten Verhütungsmittels ist von vielen Faktoren abhängig und bedarf einer ausführlichen, individuellen Beratung: Die Art der Partnerschaft, der Zeitpunkt eines eventuellen Kinderwunsches, körperliche Vorerkrankungen.

 

All diese Faktoren müssen in die Beratung für das passende Verhütungsmittel mit einfließen. Das Ziel sollte eine sichere, zufriedenstellende Verhütung bei möglichst geringen Nebenwirkungen sein.

 
HORMONELLE VERHÜTUNG

Die Pille (mit den Hormonen Östrogen/Gestagen) schützt durch Unterdrückung des Eisprungs und Veränderung des cervikalen Schleims vor Schwangerschaft. Normalerweise wird die Pille für 21 Tage genommen, danach erfolgt eine Pause von 7 Tagen mit einer Abbruchblutung.

 

Auf dem gleichen Prinzip beruht die Wirkung des sogenannten Vaginalrings („Nuva- Ring“, der für 21 Tage in der Scheide liegt) und des Hormonpflasters („Evra“, Wechsel alle 7 Tage), welche beide die gleichen Hormone wie die Pille absondern.

 

Bei dem Hormonstäbchen („Implanon“, reines Gestagen) wird ein kleines Kunststoffstäbchen unter die Haut am Oberarm eingeschoben, welches für 3 Jahre für eine sichere Verhütung sorgt.

 

Die 3-Monats-Spritze, ebenfalls ein reines Gestagen-Präparat, wird im Abstand von 3 Monaten injiziert.

 
Spirale
Gynefix Kupferkette

Die Spirale ist ein kleines T-förmiges Kunststoffstäbchen, welches in die Gebärmutterhöhle eingelegt wird und bis zu 5 Jahren einen sicheren Empfängnisschutz bietet. Spiralen können jederzeit oder ohne großen Aufwand wieder entfernt werden. Abhängig von den individuellen Wünschen und eventuellen Beschwerden können zwei verschiedene Spiralen angeboten werden:

Die Kupfer-Spirale verhindert durch die Absonderung von Cu-Ionen die Inaktivierung von Spermien und die Verhinderung einer möglichen Einnistung. Die Regelblutung bleibt erhalten, möglicherweise kann diese verstärkt und verlängert auftreten.

 

Die Hormon-Spirale (Mirena) wirkt durch die beständige Abgabe eines Gestagens empfängnisverhütend. Die Regelblutungen setzen nach einer gewissen Zeit bei den meisten Frauen ganz aus oder sind zumindest deutlich abgeschwächt.

 

Die Kupferkette (Gynefix®) ist eine Alternative zur konventionellen Kupferspirale, Sie besteht aus vier (Gynfix 200) bzw. sechs ( Gynefix 330) kleinen Kupferzylindern, die an einem Nylonfaden aufgereiht sind. Auch bei großer Gebärmutter mit einer Länge über 8,5cm kann sie verwendet werden. Ein Ende der Kette wird mittels eines Knotens in der Gebärmutterwand fixiert, das zweite Ende hängt frei in der Gebärmutter.

 

Die Kupferkette ist flexibel und passt sich der Gebärmutter an. Dadurch treten im Vergleich zu den konventionellen Kupferspiralen etwas seltener verstärkte Blutungen und Regelschmerzen auf. Wie die Kupferspirale kann sie bis zu fünf Jahre in der Gebärmutter liegen bleiben. Natürlich kann sie jederzeit vorher gezogen werden. Nach dem Entfernen kann man sofort schwanger werden.

 

Die Kupferkette setzt kontinuierlich Kupfer-Ionen frei. Dadurch kommt es zu einer Reaktion der Gebärmutterschleimhaut. Die Kupfer-Ionen verändern den Zervixschleim, so dass die Spermien nur schwer Richtung Gebärmutterhöhle kommen und inaktivieren die Spermien. Weiterhin kann sich ein befruchtetes Ei unter diesen Bedingungen nicht in der Gebärmutterschleimhaut einnisten.

www.verhueten-gynefix.de

 
IUB Kupferperlenball

Der gebärmutterfreundlich geformte Draht ist mit einer Polymerschicht ummantelt. Darauf aufgefädelt befinden sich 17 Kupferperlen, die für die Verhütung sorgen. Zwei Rückholfäden dienen später zur Entfernung des Kupferperlen-Balls.

Der sphärisch geformte IUB™ liegt flexibel und frei beweglich in der Gebärmutter, ohne Ecken und Kanten. Kaum ist der biegsame Trägerfaden durch das Einführungsröhrchen in die Gebärmutter eingesetzt, erinnert er sich an seine 3-dimensionale „Urform“ und nimmt wieder seine rundliche Gestalt an.

http://www.kupferperlenball.de/was-ist-iub.php.

 

Spiralen, Ketten und der Kupferball sollten regelmäßig auf die korrekte Lage hin durch Ultraschall untersucht werden.

 
Barrieremethoden

Das Kondom bietet als einziges Verhütungsmittel auch einen effektiven Schutz vor Geschlechtskrankheiten. Wir empfehlen, insbesondere jungen Frauen, den gleichzeitigen Gebrauch von Pille und Kondom.

 

Das Diaphragma ist eine ca. 5 cm große Gummikappe, die vor dem Geschlechtsverkehr, versehen mit einer spermienabtötenden Creme, in die Scheide, vor den Gebärmutterhals eingeführt wird. Die individuelle Anpassung eines Diaphragmas bieten wir in der Praxis an.

 
Notfallverhütung

Sollte einmal ein Kondom gerissen oder eine Pille vergessen worden sein, dann gibt es die Möglichkeit einer sogenannten Notfallverhütung („Pille danach“), die bis zu 5 Tage nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden kann.

Weitere Ausführungen zum Thema Empfängnisverhütung siehe

www.profamilia.de und

www.familienplanung.de/verhuetung

 
TEENAGER-SPRECHSTUNDE

Für Mädchen und Jugendliche bieten wir die sogenannte „Teenager-Sprechstunde“ an. In dieser geht es neben dem Kennenlernen einer gynäkologischen Praxis um alle Fragen rund um die körperlichen Veränderungen, um Sexualität, Verhütung und Impfung.

 

Dazu können sich die Teenager allein, mit Freund oder Freundin oder in einer kleineren Gruppe anmelden. Eine gynäkologische Untersuchung kann auf Wunsch dabei durchgeführt werden.

 

Wir freuen uns auf viele Fragen!

 
IMPFUNGEN

Das Prinzip von Impfungen beruht auf der Stimulierung des Immunsystems. Dem Körper werden entweder kleinste Mengen lebender abgeschwächter Erreger (sogenannter Lebendimpfstoff), Bruchstücke eines Bakteriums oder Virus (Todimpfstoff) oder das Gift eines Erregers (Giftstoff) zugeführt. Der Körper produziert daraufhin Antikörper, die bei einem Kontakt mit dem entsprechenden Erreger diese unschädlich machen.

 

Dadurch wird der Ausbruch einer Erkrankung verhindert und chronisch Kranke vor einer Ansteckung geschützt.

 

Die meisten Impfungen werden im Kindesalter von den Kinderärzten durchgeführt, jedoch sollten viele dieser Impfungen im Erwachsenenalter wieder aufgefrischt werden.

 
"Auffrisch"- und Erwachsenenimpfungen

Tetanus: Tetanus (Wundstarrkrampf) wird durch das Gift eines Bakteriums aus dem Erdreich übertragen und führt zu starken Verkrampfungen der Muskulatur, die tödlich sein können. Der Impfschutz sollte alle 10 Jahre aufgefrischt werden; er kann einzeln oder in Kombination mit Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis) oder evtl. mit Polio (Kinderlähmung) gegeben werden.

 

Diphtherie: Die Diphtherie wird durch das Gift eines Bakteriums über eine Tröpfcheninfektion übertragen. Betroffen sind Hals und Atemorgane, die Wirkung des Giftes kann sich auf Nervensystem und Herz-Kreislaufsystem ausbreiten; unbehandelt führt die Erkrankung in 10% zum Tode. Die Auffrischimpfung wird alle 10 Jahre empfohlen.

 

Keuchhusten (Pertussis): Keuchhusten wird durch ein Bakterium über Tröpfcheninfektion übertragen. Die Erkrankung tritt insbesondere im Kindesalter auf und kann zu extrem starken Hustenanfällen führen; insbesondere im Säuglingsalter kann die Infektion lebensbedrohlich verlaufen. Im Erwachsenenalter ist der Verlauf weit weniger dramatisch, jedoch besteht die Gefahr Säuglinge ohne Immunschutz anzustecken. Auch bei Keuchhusten wird die Auffrischimpfung nach 10 Jahren empfohlen.

 

Polio (Kinderlähmung): Die Poliomyelitis oder Kinderlähmung wird über ein Virus übertragen, das zu Schädigungen der Hirnnerven, zu Lähmungen von Armen und Beinen führen kann. In Europa gilt die Polio als ausgerottet, jedoch gibt es in afrikanischen oder asiatischen Ländern immer wieder Epidemien.

Ein ausreichender Impfschutz ist gegeben, wenn die Impfung insgesamt vier mal durchgeführt worden ist.

 

Grippe (Influenza): Die Grippe ist eine hoch ansteckende Virusinfektion der Atemwege, einhergehend mit Abgeschlagenheit, Fieber und allgemeinen Krankheitsgefühl. Die Grippe-Viren verändern sich ständig, und so hinterlässt eine Erkrankung oder Impfung keinen Schutz für eine erneute Infektion. Daher wird eine jährliche, an die zirkulierenden Erreger angepasste Impfung von der STIKO (ständige Impfkommission) empfohlen. Personen, die ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben (Kinder, Menschen über 60 Jahre), Personen mit Kontakt zu chronisch Kranken oder auch Schwangere ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel sollen geimpft werden. Der volle Impfschutz besteht nach 7-14 Tagen.

 

 

HPV (Humane Papillom Viren): HPV Viren werden über den Geschlechtsverkehr übertragen und können bei langer Persistenz Zellveränderungen am Gebärmutterhals verursachen. 

Zur Reduktion der Krankheitslast durch Gebärmutterhalskrebs ist eine generelle Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) für alle Mädchen im Alter von 9 – 14 Jahren empfohlen. Spätestens bis zum vollendeten 18. Lebensjahr (d.h. bis zum Tag vor dem 18. Geburtstag) sollen versäumte Impfungen gegen HPV nachgeholt werden. Die vollständige Impfserie sollte vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein. Im Alter von 9 bis 13 (Gardasil 9®) bzw. 9 bis 14 Jahren (Cervarix®) ist aktuell ein 2-Dosen-Impfschema mit einem Impfabstand von 6 Monaten zugelassen. Bei Nachholimpfungen im Alter von > 13 Jahren bzw. > 14. Jahren oder bei einem Impfabstand von < 6 Monaten zwischen der 1. und 2. Dosis ist eine 3. Impfstoffdosis erforderlich.

Trotz der Impfung sollte die jährliche Vorsorgeuntersuchung mit Pap- Abstrich nicht unterbleiben!

 

Siehe auch Frauenärzte im Netz (unter Impfung/HPV ) und Link zu unserem Infoblatt zur Impfung

 
Impfungen bei Kinderwunsch

Frauen mit Kinderwunsch sollten mindestens 3 Monate vor einer geplanten Schwangerschaft ihren Impfstatus überprüfen lassen. Gegen folgende Erkrankungen sollte ein ausreichender Immunschutz bestehen: Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und Keuchhusten.

 

Masern: Die Masern sind eine hochansteckende Kinderkrankheit, die auch im Erwachsenenalter zu Komplikationen wie Gehirnentzündung führen kann. Frauen, die keine Masern hatten oder weniger als 2 Impfungen erhalten haben, sollten ggf. vor der Schwangerschaft z.B. in Kombination mit Röteln und Mumps eine Impfung erhalten.

 

Mumps: Mumps, übertragen durch Viren, kann zu Mittelohrschäden mit nachfolgender Taubheit oder bei Jungen zu Hodeninfektionen führen. Eine Impfung bei unvollständigem Schutz wird vor einer Schwangerschaft empfohlen.

 

Röteln: Eine Rötelninfektion in der Frühschwangerschaft kann zu schweren Störungen des Kindes führen (Taubheit, Blindheit, Herzfehler), bei nicht bestehender Immunität sollte dringend eine Impfung durchgeführt werden.

 

Windpocken (Varizellen): Die Infektion mit Windpocken in der Schwangerschaft, insbesondere um den Zeitpunkt der Geburt, kann für das Kind lebensbedrohlich sein. Daher ist ein ausreichender Immunschutz wichtig, den die meisten Menschen in Deutschland besitzen. Falls die Erkrankung nicht erinnerlich ist, wird die Überprüfung der Antikörper empfohlen und ggf. eine entsprechende Impfung.

 

Keuchhusten: Wegen der Gefahr einer Ansteckung von Säuglingen sollte ein ausreichender Immunschutz vor einer Schwangerschaft vorliegen.

 
 
KINDERWUNSCH

Bei den meisten Paaren, die sich Kinder wünschen, stellt sich eine Schwangerschaft in den ersten 12 Monaten nach Absetzen der Verhütung ein.

 

Von einem unerfüllten Kinderwunsch spricht man erst, wenn nach 12-18 Monaten bei regelmäßigem Geschlechtsverkehr keine Schwangerschaft eingetreten ist.

 

Diese unfreiwillige Kinderlosigkeit, die auf vielfältigen Ursachen bei Mann und Frau beruht, stellt für das betroffene Paar eine große psychische Belastung dar, die in der weiteren Diagnostik und eventuellen Therapie nicht zu unterschätzen ist.

Mögliche Ursachen für Kinderlosigkeit (Sterilität) sind:

 
Hormonelle Störung

Ein Ungleichgewicht im weiblichen Hormonhaushalt, z.B. Störungen der Schilddrüse, im Androgenhaushalt (männliche Geschlechtshormone, siehe „PCO- Syndrom“) oder des Hormons Prolaktin, kann zu einem Ausbleiben des Eisprungs mit unregelmäßigen Regelblutungen führen.

 
Körperliche Störung

Veränderungen im Bereich des Gebärmutterhalses, der Gebärmutterhöhle, der Eileiter und der Eierstöcke, auch anatomische Fehlbildungen können einen Schwangerschaftseintritt erschweren.

 
Internistische Vorerkrankung

Blutgerinnungsstörungen (Thrombophilie) oder die Einnahme von Medikamenten bei chronischen Erkrankungen können Ursache von Kinderlosigkeit sein, ebenso für das Auftreten von gehäuften Fehlgeburten.

 
Störung beim Mann

Eine unzureichende Spermienproduktion (durch z.B. Alter, Hodenhochstand, Z.n. Tumor, Umwelteinflüsse) kann die Befruchtung der Eizelle und damit das Zustandekommen einer Schwangerschaft verhindern.

 
Lebensführung

Seelische Probleme, eine ungesunde Lebensführung mit hohem Konsum von Nikotin und Alkohol, wenig Bewegung und viel Stress können auch einen Schwangerschaftseintritt verzögern.

 
Diagnostik

Ist eine Schwangerschaft nach ca. 18 Monaten nicht eingetreten, werden zunächst Hormon – und Ultraschalluntersuchungen durchgeführt. Eine Spiegelung der Gebärmutter und/oder die Untersuchung der Durchgängigkeit der Eileiter (durch Bauchspiegelung, sogenannte „Chromopertubation“) können ambulant bei uns erfolgen.

 

Das sogenannte Spermiogramm (Untersuchung des Spermas) veranlassen wir durch einen Urologen. Abhängig von den Ergebnissen überweisen wir weiter an spezielle Kinderwunschzentren, z.B. zur künstlichen Befruchtung: www.familienplanung.de/kinderwunsch.

 
HÄUFIGE ERKRANKUNGEN
Myome
Zysten

Myome sind gutartige Geschwülste der Gebärmuttermuskulatur, deren Wachstum unter dem Einfluss des Östrogens (Geschlechtsreife) stehen. Bei fast jeder 3. Frau lassen sich Myome durch Tasten oder eine Ultraschalluntersuchung diagnostizieren, Beschwerden entstehen aber sehr viel seltener. Je nach Größe oder auch der Lage können Myome zu Blutungsstörungen (schmerzhafte, verlängerte oder verstärkte Blutung) oder zu Schmerzen führen. Erst bei ausgeprägten Beschwerden wird eine Therapie (z.B. Myomentfernung durch Gebärmutterspiegelung oder Bauchspiegelung) durchgeführt.

 

Zysten sind flüssigkeitsgefüllte Hohlräume am Eierstock. Im Verlauf der monatlichen Eireifung entstehen so genannte funktionelle Zysten, die normalerweise keine Beschwerden machen und einen Normalbefund darstellen. Erreichen diese Zysten eine bestimmte Größe, können sie Schmerzen verursachen und müssen dann ggf. operativ entfernt werden. Durch Ultraschall lassen sich besondere Auffälligkeiten der Zysten (Binnenstruktur, Wandbeschaffenheit…) erkennen und Hinweise auf Neubildungen (gut- oder bösartige) der Eierstöcke geben. Verdächtige Zysten sollten immer operativ abgeklärt werden (z.B. per Bauchspiegelung).

 
Endometriose

Bei der Endometriose findet sich Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter, so z.B. am Eileiter, Eierstock oder Bauchfell (Peritoneum). Bei ca. 10 % aller Frauen finden sich Endometrioseherde, Beschwerden machen diese aber nur selten. Unabhängig von der Größe und der Ausbreitung können diese Herde zu Schmerzen, insbesondere während der Regel

 

(Dysmenorrhoe) und beim Geschlechtsverkehr und zu Zystenbildungen am Eierstock führen. Oft ist die Endometriose Ursache von ungewollter Kinderlosigkeit. Zur Diagnosesicherung wird eine Bauchspiegelung empfohlen, ggf. mit Entfernung der aufgefundenen Herde. Erst danach sollte eine medikamentöse Therapie z.B. mit Hormonen eingeleitet werden.

 
Harninkontinenz

Unwillkürlicher Urinabgang ist für viele Frauen ein Problem, aus Scham wird es jedoch oft verschwiegen. Ca. 10-20% aller Frauen ab dem 50. Lebensjahr leiden an Blasenschwäche 

unterschiedlichster Ausprägung, was für manche von ihnen mit gesellschaftlicher Isolation einhergeht.

Bei der Blasenschwäche werden 2 Formen unterschieden, die ggf. durch eine spezielle Diagnostik (Urodynamik) ermittelt wird:

Stressinkontinenz

Bei dieser Form der Blasenschwäche kommt es bei körperlicher Belastung, wie Niesen oder Husten zu unfreiwilligem Urinabgang. Ursache ist meist eine Schwäche der Beckenbodenmuskulatur, z.B. nach vaginalen Geburten, Übergewicht oder Bindegewebsschwäche. Eine Stärkung der Beckenbodenmuskulatur durch spezielles Training kann die Beschwerden lindern, ggf. ist eine Operation zu erwägen.

 

Dranginkontinenz („instabile Blase“, „Reizblase“)

Frauen mit Dranginkontinenz haben einen zwanghaften Harndrang, bei nur geringer Blasenfüllung. Die Blasenmuskulatur ist gereizt, z.B. durch wiederholte Blaseninfektionen, es können neurologische Störungen vorliegen, auch psychosomatische Ursachen sind möglich. Die Behandlung besteht in der Einnahme von Medikamenten oder in einem speziellen Blasentraining.

Bei vielen betroffenen Frauen findet man eine Kombination beider Inkontinenzformen.

 
KREBSERKRANKUNG

Die Diagnose einer Krebserkrankung ist für die meisten Menschen mit einer tiefen Lebenskrise verbunden; viele Ängste stehen dabei im Vordergrund: Angst vor der Therapie und deren Auswirkungen, Angst vor körperlicher Veränderung, vor Partnerkonflikten, vor Isolation und Angst um das eigene Leben.

 

Mit unserem Know-how begleiten wir Sie auf diesem oft mühevollen Weg von der Verdachtsdiagnose, über die Therapie bis hin zur Nachsorge. Neben der onkologischen Behandlung (Operation, Chemotherapie) in unserer Praxis, die in enger

 

Zusammenarbeit mit der jeweiligen Klinik steht, informieren wir Sie über das vielfältige Hilfsangebot von Selbsthilfegruppen, psychologischer Betreuung und begleitenden künstlerischen Therapien. Wir sind offen für alle anstehenden Fragen, die sich im Laufe der Diagnostik, der Therapie und der Nachbehandlung ergeben. Als Ihre Ansprechpartner nehmen wir uns die Zeit, Sie aktiv in die Entscheidung über den anstehenden Weg mit einzubeziehen.

 

Hinweis zum speziellen Text „onkologische Therapie“

Link: www.krebshamburg.de oder www.inkanet.de

 
WECHSELJAHRE

Die Wechseljahre bezeichnen den Zeitraum vom ca. 45. -55. Lebensjahr einer Frau. Diese Lebensphase ist bei vielen Frauen mit Veränderungen ihrer Lebensgewohnheiten verbunden: Auszug der Kinder, evtl. Berufsneueinstieg, Neusortierung einer Partnerschaft.

Parallel hierzu ist auch der weibliche Körper einem allmählichen Wandel unterworfen. Die Eierstöcke reduzieren ihre Hormonproduktion, was zu vielfältigen Veränderungen führen kann. Erste Anzeichen sind unregelmäßige Regelblutungen, die mal stärker, mal schwächer, dann seltener auftreten, bis sie dann nach einigen Jahren ganz ausbleiben. Dazu können vegetative Symptome, wie aufsteigende Hitze, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen oder Veränderungen der Haut kommen, wie auch Auswirkungen auf die Sexualität.

 

Diese Symptome sind individuell verschieden und werden von Frau zu Frau ganz unterschiedlich wahrgenommen. So leiden manche Frauen massiv unter den Symptomen, während andere nur leichte bis gar keine Beschwerden verspüren.

 

Dementsprechend ist auch die Therapie ganz individuell verschieden: Manchen Frauen reichen Entspannungsübungen und Änderung der Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten. Manche benötigen pflanzliche Medikamente zur Linderung ihrer Beschwerden und für einige Frauen ist auch eine Hormontherapie (Östrogene /Gestagene) sinnvoll. Dabei sollten gesundheitliche Risiken ausgeschlossen werden und die Behandlung nur so lang wie nötig durchgeführt werden.

 

www.frauenaerzte-im-netz.de/de_wechseljahre_49.html

 

Gynäkologische Praxisklinik Hamburg Harburg

Harburger Ring 10,  21073 Harburg 

Tel. : 0403037540