Durch moderne Ultraschalldiagnostik behalten wir die Gesundheit ihres Kindes stets im Auge.

 

 

Die ersten Entwicklungsschritte eines Kindes begleitet man bereits vor der Geburt.

 
Dr. med. Philip Kressin
 
PRÄNATALDIAGNOSTIK

Durch die pränatale Ultraschalldiagnostik mit modernen hoch auflösenden Ultraschallgeräten sind heute schon sehr genaue Untersuchungen des ungeborenen Kindes möglich. In unserer Praxisklinik können wir alle gängigen Untersuchungsmethoden der modernen vorgeburtlichen Diagnostik durchführen.

 

Herr Dr. Kressin besitzt den Status DEGUM-STUFE II für das Gebiet Gynäkologie und Geburtshilfe der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V.

 
First-Trimester-Screening

Der Begriff NT (engl. Nuchal Translucency) beschreibt eine unter der Haut gelegene Flüssigkeitsansammlung zwischen Haut und Weichteilgewebe im Bereich des kindlichen Nackens. Mit der Messung der NT zwischen der 11+0 und 13+6 Schwangerschaftswoche (bzw. 45-84 mm SSL) sollen jene Schwangeren identifiziert werden, die ein statistisch hohes Risiko haben für ein Kind mit einer Trisomie 21 (Down-Syndrom), einer Trisomie 18 (Edwards-Syndrom) bzw. einer Trisomie 13 (Pätau-Syndrom). Führt man in allen Fällen mit einer NT oberhalb der 95. Perzentile eine Chromosomenanalyse durch, werden rund 75 % der Schwangerschaften mit einer Trisomie 21, 18 oder 13 erkannt. Eine differenziertere Risikoanalyse unter Berücksichtigung von Alter und Vorgeschichte kann die Erkennungsrate auf über 80 % erhöhen. In Kombination mit zwei biochemischen Laborwerten (PAPP-A und freies ß-hCG) im mütterlichen Blut wird die Entdeckungsrate nochmals um 10% auf 90% erhöht.

 

Eine verbreiterte NT findet sich überdurchschnittlich häufig aber auch bei Kindern mit einem Herzfehler und einer Vielzahl anderer, in der Literatur beschriebener Erkrankungen (z.B. Skelettauffälligkeiten und Stoffwechselstörungen), so dass bei unauffälliger Chromosomenanalyse eine frühe Organdiagnostik (Feinultraschall) und detaillierte Untersuchung des Herzens (fetale Echokardiographie) veranlasst werden können. Inzwischen sind noch weitere Parameter identifiziert worden, mit denen es sich die Berechnung des Risikos noch verfeinern erlässt. Dazu gehören unter anderem der Ductus venosus und der Blutfluss über die kindliche Trikuspidalklappe (Herz).

 

Wir sind durch die Fetal Medicine Foundation (http://www.fetalmedicine.com/fmf/) zertifiziert für die Durchführung des First-Trimester-Screenings.

 
Organdiagnostik/ Fehlbildungsdiagnostik

Der Ausdruck “Feinultraschall” ist irreführend. Er meint die gezielte sonografische “Feindiagnostik” zur Erkennung organischer Fehlanlagen.

 

Die Untersuchung sollte in der 20. bis 22. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. 50% der Fehlbildungen können bereits beim Ersttrimester-Screening erkannt werden. Weitere Fehlbildungen, insbesondere des Gehirns, des Herzens und der Nieren können dann in der 20. Schwangerschaftswoche weitgehend ausgeschlossen werden.

 

Zudem können bei dieser Untersuchung verschiedene Hinweiszeichen (Soft-Marker) für eine Trisomie gefunden werden, die, wenn sie nicht vorhanden sind, noch einmal das Risiko für die Geburt eines Kindes mit einer Trisomie verringern.

 

Außerdem kann durch eine spezielle Blutfluss-Messung (Doppler-Untersuchung) das Risiko für eine spätere Erkrankung in der Schwangerschaft oder für eine Wachstumsverzögerung des Kindes eingeschätzt werden.

 
Fetale Echokardiographie

Zu den häufigsten Fehlbildungen gehören angeborene Herzfehler. Sie treten bei ca. 8 von 1000 Neugeborenen auf. Herzfehler können nicht nur hinweisend sein auf ernsthafte Erkrankungen des Feten, sondern sie erfordern meist eine spezialisierte Betreuung des Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt durch die Kinderkardiologen.

Die fetale Echokardiografie ist eine Ultraschalluntersuchung, bei der das Aussehen, die Durchblutung und die Frequenz des Herzens und der herznahen Blutgefäße untersucht werden. Sie kann mit hochauflösenden Geräten bereits ab der 13. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Als günstigster Untersuchungszeitraum hat sich allerdings die 20. bis 22. Schwangerschaftswoche herausgestellt.

 

Bei mehr als 20% der Herzfehler bestehen auch chromosomale Auffälligkeiten. Deshalb kann es sinnvoll sein, bei auffälligen Befunden eine Amniozentese anzuschließen. Bereits vor der Geburt können Gespräche mit Kinderkardiologen und in einigen Fällen mit Herzchirurgen aufgenommen werden, um die optimale Betreuung nach der Geburt zu ermöglichen.

 

Übrigens: Vier Fünftel aller Herzfehler werden bei Kindern ohne besondere Risiken entdeckt. 

Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung)

Wie die Chorionzottenbiopsie dient auch die Amniozentese der Gewinnung kindlicher Zellen, um sie auf chromosomale Veränderungen untersuchen zu können. 

Bei der Amniozentese wird nur wenig Fruchtwasser entnommen. Das schadet dem Kind nicht.

Das Risiko für eine Fehlgeburt nach einer Fruchtwasserpunktion liegt etwa bei 0,5% und damit unter dem Fehlgeburtsrisiko der Chorionzottenbiopsie.

 
Nicht invasive pränatale Testverfahren (Bluttest)

Alternativ zu diesen Methoden bietet unter anderem der Harmony-Test® die Möglichkeit, das Vorliegen einer Trisomie 21 bei Ihrem ungeborenen Kind zu untersuchen.

 

Ob dieser Test für Sie persönlich geeignet und sinnvoll ist, können Sie nur gemeinsam mit uns klären.

 
Chorionzottenbiopsie

Die Chorionzottenbiopsie kann ab der 11. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Sie dient der Gewinnung von kindlichen Zellen aus der frühen Plazenta, um sie auf chromosomale Auffälligkeiten zu untersuchen. Dabei werden Zellen des Mutterkuchens mit einer dünnen Kanüle durch die Bauchdecke gewonnen.

 

Diese Untersuchung kommt zum  Einsatz, wenn eine möglichst frühe genetische Untersuchung erforderlich ist, z. B. bei einer Erbkrankheit in der Familie. Das Fehlgeburtsrisiko liegt bei etwa 1%. 

 

Wenn die genannten hohen Risiken für die Schwangere nicht zutreffen, aber eine Chromosomendiagnostik gewünscht wird, wird statt der Chorionzottenbiopsie eine Amniozentese in der 15.-17. Schwangerschaftswoche empfohlen.

 

In beiden Untersuchungen werden Veränderungen der Chromosomen-Anzahl und -Struktur erkannt. Bei besonderen Indikationen können zusätzliche molekulargenetische und biochemische Analysen durchgeführt werden.

 

Durch einen unauffälligen Chromosomenbefund sind allerdings isolierte körperliche Fehlbildungen, Veränderungen einzelner Gene oder Infektionen im Mutterleib nicht ausgeschlossen. Eine detaillierte Ultraschalluntersuchung in der 20.-22. Schwangerschaftswoche kann viele körperliche Fehlbildungen erkennen lassen.

 
3D/4D Sonographie

Viele werdende Eltern wünschen sich zusätzlich zu diesen drei Routineuntersuchungen weitere Ultraschallscreenings. Der Wunsch ist nur zu verständlich. Die Möglichkeiten, mit einem modernen, hoch auflösenden Ultraschallgerät das heranwachsende Baby zu beobachten und in seiner Entwicklung zu begleiten, sind einfach faszinierend.

 

Mit den neuesten Ultraschallgeräten steht uns heute eine 3D/4D-Technik zur Verfügung, die unvergleichliche, farblich plastische Bilder Ihres Kindes in Bewegung zeigen kann. 

 

Medizinisch gesehen gibt uns der 3D/4D-Ultraschall nur wenig Zusatzinformationen zum konventionellen Ultraschall. Doch bei guten Sichtbedingungen (nicht zu kräftiger Bauchdecke, keine Bauchlage des Kindes und ausreichend Fruchtwasser) schenkt Ihnen die 3D/4D-Technik wirklich spektakuläre, unvergessliche Eindrücke von Ihrem ungeborenen Kind.

 

Die Bilder oder auch Video-Sequenzen erhalten Sie zur Erinnerung auf einer DVD.

 

Gynäkologische Praxisklinik Hamburg Harburg

Harburger Ring 10,  21073 Harburg 

Tel. : 0403037540